Wie sich China auf eine niedrige Geburtenrate einstellt

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Chinas Bevölkerung altert sehr schnell. Um die Geburtenrate zu erhöhen, hat das Land einen neuen Plan aufgestellt und wird seine Wirtschaft umstrukturieren, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden.

Einige der neuen Anforderungen wurden am Montag vom Staatsrat bekannt gegeben. Insbesondere müssen die Institutionen nun besser auf die Bedürfnisse älterer Menschen eingehen. Außerdem gibt China viel Geld für die Entwicklung von Parks aus. Es ist geplant, mehr als zehn von ihnen zu verbessern. Eine Menge Geld wird in spezielle Produkte für ältere Menschen investiert.

Derzeit werden etwa 6% des BIP Chinas für die "Silberwirtschaft" ausgegeben. Das sind praktisch 1 Billion Dollar und 7 Billionen lokale Yuan. Einige Analysten gehen davon aus, dass diese Zahl bereits im Jahr 2035 10% des BIP betragen wird, d. h. 4 Billionen Dollar oder 30 Billionen Yuan. Gegenwärtig beträgt der Anteil der über 60-Jährigen an der Bevölkerung des Landes fast 20% und wird sich in 25 Jahren verdoppeln.

Diese Indikatoren zeigen, dass China dringend Maßnahmen ergreifen muss. So wird der Staatsrat beispielsweise in das Gesundheitswesen investieren und eine Politik der Verjüngung der Bevölkerung umsetzen. Auch die Kosmetologie soll ausgebaut werden, um einige Alterskrankheiten zu bekämpfen.

All dies wird in einem speziellen politischen Dokument dargelegt - dies ist die erste derartige Reihe von Grundsätzen und Anforderungen, die auf die Bedürfnisse der älteren Bevölkerung eingehen und auf nationaler Ebene angenommen wurden. Eigentlich sollte dieser Wirtschaftszweig bereits im Jahr 2022 entwickelt werden. Damals hatte man bereits gemeinsame Ziele formuliert, die nun umgesetzt werden sollen.

Viele Länder mit einem hohen Anteil älterer Menschen versuchen nun, den Anteil der alternden Bevölkerung auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. China scheint sich dazu nicht verpflichtet zu haben. In den G7-Ländern wird es in fünf Jahren mehr als hundert Millionen Arbeitsplätze für Menschen über 55 geben.

Das Renteneintrittsalter in China ist heute relativ niedrig. Es liegt bei 60 Jahren für Männer und 50 Jahren für Frauen, die im verarbeitenden Gewerbe arbeiten. Deshalb plant die Regierung, es schrittweise anzuheben.

Trotz aller Maßnahmen droht in der derzeitigen Situation eine demografische Krise. Sie könnte sich sogar als Katastrophe für China erweisen, bis hin zu seiner Verdrängung von der Position der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt.

Jonathan Rowe

Jonathan Rowe

Der Schöpfer und Hauptautor der Website ist Jonathan Rowe. Trader und Investor mit langjähriger Erfahrung. Ein Absolvent des Massachusetts Institute of Technology mit mehr als einem Jahrzehnt Erfahrung in der Entwicklung von Anwendungen für Finanz- und Investmentinstitute.

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