Was ist Kryptowährung und wie funktioniert sie?

Kryptowährungen verstehen: Alles über digitale Vermögenswerte
  • Jonathan Rowe
  • 21.03.2024

Kryptowährung, auch als digitale Währung bekannt, bezieht sich auf jede Art von Währung, die ausschließlich in digitaler oder virtueller Form existiert und Kryptografie zur Sicherung von Transaktionen verwendet. Im Gegensatz zu herkömmlichen Währungen arbeiten Kryptowährungen ohne eine zentrale Behörde, die sie ausgibt oder reguliert, und verlassen sich auf ein dezentrales Netzwerk, um Transaktionen zu validieren und neue Einheiten zu erzeugen.

Was ist eine Kryptowährung?

Kryptowährungen sind ein digitales Zahlungssystem, das zur Überprüfung von Transaktionen nicht auf Banken angewiesen ist. Sie funktionieren über ein Peer-to-Peer-Netzwerk, das Zahlungen zwischen Parteien auf der ganzen Welt ermöglicht. Im Gegensatz zu physischen Währungen, die in der realen Welt ausgetauscht werden, sind Kryptowährungstransaktionen rein digitale Aufzeichnungen in einer Online-Datenbank. Wenn Kryptowährungsgelder übertragen werden, werden diese Transaktionen in einem öffentlichen Hauptbuch aufgezeichnet und die Währung selbst wird in digitalen Brieftaschen gespeichert.

Der Begriff "Kryptowährung" leitet sich von der Verschlüsselung zur Bestätigung von Transaktionen ab, die eine komplexe Kodierung zur Speicherung und Übertragung von Daten zwischen Wallets und öffentlichen Büchern beinhaltet. Die Verschlüsselung dient in erster Linie dazu, Transaktionen zu sichern und zu schützen.

Die erste Kryptowährung war Bitcoin, die 2009 gegründet wurde und bis heute die bekannteste ist. Ein Großteil des Interesses an Kryptowährungen bezieht sich auf den Handel zu Gewinnzwecken, wobei Spekulanten oft für erhebliche Kursschwankungen sorgen.

Wie funktionieren Kryptowährungen?

Kryptowährungen funktionieren auf einem dezentralisierten öffentlichen Hauptbuch, der so genannten Blockchain, die als umfassende Aufzeichnung aller Transaktionen dient und von den Währungsinhabern gepflegt und aktualisiert wird.

Die Schaffung von Kryptowährungen erfolgt durch einen Prozess, der als Mining bezeichnet wird, bei dem Rechenleistung zur Lösung komplexer mathematischer Probleme eingesetzt wird, was zur Erzeugung von Münzen führt. Alternativ können Nutzer Währungen von Brokern kaufen und sie mit Krypto-Wallets zur Speicherung und Ausgabe verwalten.

Der Besitz von Kryptowährungen ist nicht mit materiellem Eigentum verbunden. Stattdessen berechtigt es den Inhaber zu einem Schlüssel, mit dem ein Datensatz oder eine Werteinheit von einer Partei auf eine andere übertragen werden kann, ohne dass ein vertrauenswürdiger Vermittler beteiligt ist.

Obwohl Bitcoin bereits 2009 geschaffen wurde, entwickeln sich Kryptowährungen und die Anwendung der Blockchain-Technologie im Finanzbereich weiter, und weitere Fortschritte sind zu erwarten. In Zukunft könnte diese Technologie Transaktionen mit verschiedenen finanziellen Vermögenswerten erleichtern.

Sind Kryptowährungen sicher?

Kryptowährungen nutzen in der Regel die Blockchain-Technologie, die den Prozess der Aufzeichnung von Transaktionen in mit Zeitstempeln versehenen "Blöcken" beschreibt. Dieses Verfahren ist zwar komplex und technisch aufwendig, aber es erstellt ein digitales Protokoll von Kryptowährungstransaktionen, das sehr widerstandsfähig gegen das Eindringen von Hackern ist.

Darüber hinaus wird bei Kryptowährungstransaktionen häufig ein Zwei-Faktor-Authentifizierungsmechanismus eingesetzt. So müssen die Nutzer beispielsweise einen Benutzernamen und ein Passwort eingeben, um eine Transaktion einzuleiten, gefolgt von einem Authentifizierungscode, der als Textnachricht an ihr persönliches Mobiltelefon gesendet wird.

Trotz dieser Sicherheitsmaßnahmen sind Kryptowährungen nicht immun gegen Hackerangriffe. Mehrere aufsehenerregende Vorfälle wie der Coincheck-Hack mit einem Volumen von 534 Millionen Dollar und der BitGrail-Hack mit 195 Millionen Dollar im Jahr 2018 zeigen, wie anfällig Kryptowährungs-Startups für erhebliche finanzielle Verluste durch Cyberattacken sind.

Im Gegensatz zu traditionellen Fiat-Währungen, die von Regierungen gestützt werden, wird der Wert virtueller Währungen allein durch die Dynamik von Angebot und Nachfrage bestimmt. Folglich kann dies zu dramatischen Preisschwankungen führen, die für Anleger erhebliche Gewinne oder Verluste zur Folge haben. Darüber hinaus unterliegen Investitionen in Kryptowährungen weniger aufsichtsrechtlichen Schutzvorkehrungen als herkömmliche Finanzinstrumente wie Aktien, Anleihen und Investmentfonds.

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